Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Wenn es kein anderes Mittel gibt, ſo muß man immer zum böſen Spiel gute Miene machen. Wenn ich ihr Mann wäre.o dann müßte ich eben ſo handeln; denn wenn man die Ueberzeugung hat, daß man ein George Dandier iſt, ſo braucht man es gerade nicht der ganzen Welt zu ſagen.

Alle dieſe Gedanken habe ich deßwegen für mich behalten, und an Caroline nur Liebkoſungen ver⸗ ſchwendet, die ſie mir mit einer Lebhaftigkeit, einer Stärke des Gefühls erwiderte, deren ich ſie nicht für fähig gehalten und die ich ſicher nie bei einer Agneſe geſunden hätte. Dies iſt ſchon ein Troſt⸗ punkt.

Sie ſchwört mir, daß ſie mich beſtändig liebe, nur mit mir glücklich ſein, nur mich ſehen, mir ſtets treu bleiben, und nur mir zu gefallen ſuchen wolle. Ich ſage ihr faſt das Gleiche und wir ſchlafen unter öfterer Wiederholung dieſer zärtlichen Liebes⸗ ſchwüre ein.

Als ich erwache, iſt es bereits heller Tag... Caroline ſchläft noch. Es iſt erſt ſechs Uhr Mor⸗ gens; ich will ſie nicht wecken; ſie muß müde ſein. Leiſe drücke ich einen Kuß auf ihre Lippen, die ſelbſt im Schlafe zum Küſſen einladen und verlaſſe das Bett, wo ich in den Armen meiner Schönen alle Süßigkeiten der Luſt, mit Ausnahme von Etwas fand doch ich will nimmer daran denken.

Geräuſchlos kleide ich mich an, denn ich will gehen, ohne ſie zu wecken. Ich weiß, daß die Ge⸗ wohnheit des Beiſammenſeins bald Ueberſättigung