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Vergnügen, daß meine Geſellſchafterin dem Mahle Ehre macht. Sie ißt von Allem, ſie findet Alles zut. Dieſe ſpielt doch wenigſtens noch nicht die verwöhnte Dame, denke ich bei mir ſelbſt; ſie ſucht ihre Freude und ihren Appetit nicht zu verbergen; ſie geſteht, daß ſie bei ihrer Tante niemals ſo gut ſoupirte, daß ſie gute Koſt, Leckerbiſſen und Mus⸗ katwein liebt; ich ſetze ihr alſo Muskatwein vor. Ich will ſie nicht trunken machen, aber ein kleiner „Spitz“ wird vollends alle Ziererei verbannen, die ihrer Heiterkeit noch Eintrag thut.
Caroline beſitzt Geiſt, Witz und Schlauheit; vielleicht nur allzuviel. Ich ahne, daß dieſes Mäd⸗ chen Fortſchritte machen und eine kemme à la mode werden kann; ich begreife wohl, daß ſie ſich in der Rue des Roſiers langweilte; ſie wünſchte insgeheim, auf einem größern Schauplatze zu glänzen, weil ſie von den Triumphen, die ihrer warten, ein Vorge⸗ fühl hat. Ich will deßhalb, ſo viel an mir liegt, ihren Hang zu Lurus, Toilette und Aufwand nicht allzuſehr begünſtigen, denn ſpäter könnte man ſie ſchwerlich wieder auf einen andern Weg bringen.
Aber es ſchlägt elf Uhr.—„Schon elf Uhr?“ fragt Caroline;„wie ſchnell vergeht doch die Zeitl“
Ich ſitze neben ihr, halte ſie in meinen Armen und lege meinen Kopf auf ihre Schulter; Schwei⸗ gen iſt an die Stelle unſerer tollen Freude getreten, aber das Schweigen malt beſſer die Verwirrung des Herzens, als die lärmenden Ausbrüche der Tborheit.


