Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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milienvater und habe fünf Kinder. Warum führt denn Deine Frau Dich nicht, anſtatt des Hundes? Meine Frau ſingt auf dem Maubertplatze, mein lieber Herr. Und Deine Kinder? Mein älte⸗ ſter Sohn ſingt auf dem Boulevard des Italiens; ſeine jüngere Schweſter in der Rue du Grand⸗Hurleur; die Dritte auf dem Mont Parnaſſe mein Vierter in den Elyſäiſchen Feldern und das jüngſte Kind fängt an, in der Rue du Petit⸗Lion zu fingen. Wir ſingen Alle, mein lieber Herr. So, und die wollen ſich noch beklagen, Leute, welche von Mor⸗ gen bis zum Abend fingen und ihre tägliche Ein⸗ nahme um keine drei Livres geben; ich frage Sie, gibt es in Paris eine glücklichere Familie, als dieſe?

Das Publikum lacht über die Reflerion meines Rachbars, dem Blinden, der noch immer den Un⸗ verſchämten ſpielen will, droht man, ſeine verwun⸗ deten Gliedmaßen dem Herrn Commiſſär zu zeigen, der für die Hintertheile in jedem Zuſtand einen Ta⸗ rif hat. Der Bettler, welcher von dem Gerichte nicht gerne eine derartige Viſitation vornehmen laſ⸗ ſen will und auch einen beträchtlichen Rabatt be⸗ fürchtet, entfernt ſich mit ſeinem Hunde, Raimund mit ſeiner Schmach und ich mit der Silhouette, die ich heruntergeriſſen und in die Taſche geſteckt habe.

Jetzt iſt es Zeit, Carolinen aufzuſuchen. Ich nehme deßhalb einen Fiacre und laſſe mich hinter vas Chateau d'Eau führen. Hier ſteige ich aus und gehe, meinen jungen Flüchtling erwartend, auf dem

Boulevard ſpazieren. Diesmal erſcheint ſie bald