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da einem jungen Mädchen der Kopf ſo leicht ver⸗ dreht wird! Aber man findet ſich in Alles, und wenn meine ſchöne Blumenmacherin tugendhaft ſein und ſich ordentlich aufführen will, ſo wird ſie recht behaglich leben können.
Ich bin zu dem Traiteur gegangen und habe auf neun Uhr ein delikates Souper deſtellt. Nun
will ich bis heute Abend die Zeit todt ſchlagen; es
iſt die Stunde des Diners; ich habe zwar keinen Hunger, will aber doch ſpeiſen: dies gewährt mir wenigſtens Beſchäftigung.
Es iſt ſechs Uhr: noch dritthalb ewige Stunden! Ich will einen Spaziergang machen; in dieſem Augenblicke wäre mir ſogar Raimunds Unterhaltung angenehm. Ich ſchlage den Weg nach der Rue Vivienne ein; dort befindet ſich das Modewaaren⸗ magazin, in welchem Agathe arbeitet; ich wette, daß Raimund in der Nähe herumſchlendert.
Agathens Magazin näher tretend, gewahre ich viele Leute vor einem zehn Schritte von dem Ma⸗ gazine angebrachten Anſchlage. Ich halte mich ge⸗ wöhnlich nicht auf, um etwas von verlorenen Ef⸗ fekten oder verlorenen Hunden zu leſen, aber ich ſehe Jedermann lachen, und es ſcheint deßhalb keine gewöhnliche Ankündigung zu ſein. Ich trete näher und horche:„Das iſt ſehr ſpaßhaft,“ ſagt der Eine. —„Ein excellenter Streich,“ bemerkt der Andere; „es iſt täuſchend ähnlich; ich kenne dieſes Profil.“
Ich will mich gleichfalls nähern, dränge mich deßhalb durch den Volkshaufen und erblicke Raimunds


