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deute ihr deßhalb die Mittel an, wie ſie frei und glücklich werden könne; ich laſſe ein Wort von einem hübſch möblirten Zimmer fallen, wo man ſeine eigene Herrin wäre, wo man nach Bequem⸗ lichkeit arbeitete, kurz, wo man ganz nach ſeinem Willen lebte. Dies Alles iſt ſehr verführeriſch, Mamſell Caroline hört mir aufmerkſam zu; ſie antwortet nicht, ſeufzt jedoch und ſchlägt die Augen
nieder. Ich ſpreche von Toilette, Theater, Luſt⸗
partien: lächelnd blickt ſie mich an und läßt fich einen ſehr zärtlichen Kuß rauben. Gut, ich habe ihre ſchwache Seite entdeckt: das Mädchen hat Langeweile, ſie will ihre eigene Herrin ſein, kurz, ſie möchte ein Zimmer für ſich bewohnen. Die Griſetten ſind insgemein ſo; ſie ſehnen ſich nach einem eigenen Haushalte, als ob dann ihr Glück gemacht wäre. Ich ſehe, daß auch meine Blumen⸗ macherin dieſen Augenblick kaum erwarten kann, und mir früher nichts gewähren wird. Dies ver⸗ räth gerade keine Liebe, aber Klugheit und Berech⸗ nung. Was ſoll ich thun? Meiner Treu! wieder eine Thorheit begehen? Caroline iſt reizend; viel⸗ leicht wird die Dankbarkeit ſie an mich feſſeln. Die Dankbarkeit— weil ich ſie verführen will! Ja, ich geſtehe, dies iſt nicht das geeignete Wort; aber man bedenke wohl, daß ich ihr Zeit zu reiflicher Ueberlegung laſſe. „Caroline, lebt Ihre Tante von Ihrer Unter⸗ ſützung?— Nein, mein Herr, ich bin im Gegen⸗ theile überzeugt, daß ſie es gern ſähe, wenn ich
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