Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Siebentes Kapitel. Die Roſe ohne Dornen.

Schon bin ich ſechsmal um das Bafſin herum⸗ ſpaziert und bleibe von Zeit zu Zeit vor den Löwen ſtehen, die ich auf allen Seiten betrachte; dann höre ich der Abwechslung halber zu, wie das Waſſer in die Abzugskanäle ſtürzt, dies Alles iſt zweifelsohne ſehr erquickend, wird mir aber dennoch bald zu⸗ wider. Die Schildwache betrachtet mich aufmerk⸗ ſam; wahrſcheinlich komme ich ihr verdächtig vor. Es wird Nacht und ich will bereits gehen, als ein Frauenzimmer in kleinem Häubchen auf mich zukommt. iſt ſie es endlich? kaum wage ich noch, dies zu hoffen; zu oft habe ich mich ſchon getäuſcht, denn mein Geſicht iſt etwas zu ſchwach; aber man kommt mir immer näherO, diesmal iſt ſie es gewiß.

Caroline kommt lächelnd an mich heran; ſie iſt nicht vornehm gekleidet, aber es herrſcht Geſchmack in ihrem Anzuge; ihr Häubchen iſt ſorgfältig zuge⸗

bunden und ihre Haare find ſicher den ganzen Tag über in Papilloten geblieben: ſo viele Mühe gibt man ſich nicht wegen eines Mannes, den man nicht erhören will. Dieſes Mädchen kommt mir ſehr ſchlau vor; aber obwohl mich der Champagner noch leicht⸗ finniger gemacht hat, als gewöhnlich, ſo denke ich doch nicht daran, einer Griſette in ihrem Häubchen nitten in Paris den Arm zu geben. Ich hoffte kaum mehr Sie zu ſehen, begann