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Klugheit; wenigſtens dreimal dreht ſie den Schlüſſel herum, ehe ſie unſere Thüre öffnet. Ich koſte den Wein: es iſt Volnay, erſte Qualität.. wahrlich, mein Nachbar iſt ein Feinſchmecker!
„Sie werden ſehr gut ſpeiſen,“ ſagt das Mäd⸗ chen lächelnd;„dieſer Herr hat nichts vergeſſen Champagner. Deſſert und dann der Coup du milieu.— Ja, wir werden Coup du milieu haben; hörſt Du, Freund?— Sei ruhig, Agathez Jungfer Kellnerin, hat der Nachbar Sie gefragt?— Ja⸗ ich habe ihm erwidert, Madame ſpeiſe mit zwei Herren; dann wurde er ein wenig ruhiger.— Gut.“
Wir ergötzen uns nun an Raimunds Diner. Es iſt delikat und ausgeſucht. In einem ruhigen Au⸗ genblicke bitte ich Agathe um Auskunft, warum ſie mit meinem Nachbar, den ſie doch nicht liebe, habe ſpeiſen wollen.—„Um mich deſto beſſer über ihn luſtig machen zu können,“ gab ſie mir zur Antwort. „Seit dem Tage, wo wir Deiner kleinen Blumen⸗ macherin auflauerten, macht mir Raimund fortwäh⸗ rend den Hof. Er verfolgt mich mit ſeinen Liebes⸗ erklärungen und Billetsdour, die ich nur annehme, um ſie den Mädchen in meinem Magazine zu zei⸗ gen, was uns ſehr viel Stoff zum Lachen gibt, denn ſein Styl iſt ſo drollig als ſeine Perſon. Er hatte mich ſchon zwanzigmal um ein Rendez⸗vous gebeten, als ich ihm heute an der Porte St. Denis begegnete; ich kam von Gerville, den ich nicht ge⸗ troffen, und wollte gerade nach Hauſe gehen. Rai⸗ mund bittet und fleht mich an, bei einem Traiteur


