Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Freuden ſind immer die beſten.— Vor einem Monat waren wir bereits ſehr vernünftig bei ein⸗ ander.— O, wir haben wohlgethan, uns zu tren⸗ nen; das Wiederſehen hat dann einen um ſo grö⸗ ßeren Reiz— Ja, ich weiß, daß Du die Ver⸗ änderung leidenſchaftlich liebſt.— Rein, mein Freund, nicht ſowohl die Veränderung, als die verbotene Frucht, und wenn ich bedenke, daß Gerville uns zur Rechten, Raimund zur Linken iſt, und daß es mir gelungen, nicht mit Demjenigen zu diniren, der das Eſſen beſtellt hat Ha! hal ha!— Lache doch nicht ſo laut.— Im Gegentheil, dies beruhigt ihn. er denkt alsdann, Gerville ſei bei guter Laune Ha! ha! ha! das wird ihm Ap⸗ petit machen.“

Agathe iſt ganz närriſch vor Freude; ſie muß ſich die Serviette vor den Mund halten, um ihr Lachen einigermaßen zu dämpfen; das Bewußtſein, zwei Männer auf einmal zu täuſchen, verleiht ih⸗ rem Geſichte einen neuen Ausdruck; ich geſtehe, noch nie habe ich ſie ſo fröhlich geſehen. Sie neckt, kneipt, umarmt mich„. Ach! Fräulein Agathe, Sie ſind ſehr treulos, aber auch ſehr verführeriſch! Seit einigen Tagen übrigens habe ich nur gelieb⸗ äugelt. und ich fühle, daß ich Raimunds Myſti⸗ ſikation vollſtändig machen muß. Ach! mein armer Nachbar, wenn Sie wüßten, wie Agathe Sie zum Beſten hat!

Wir hören Jemand die Treppe heraufkommenz es iſt die Kellnerin. Das Mädchen beſitzt Takt und