87 nicht liebe! Frage Dorſan; er hat mir ein Diner angeboten, weil er eine Dame erwartet.“
Jetzt errathe ich Agathens Plan: ſie will Rai⸗ mund glauben machen, Gerville ſei bei uns; um ſie zu unterſtützen mache ich Lärmen für Zwei und verſuche dazwiſchen, Gerville's Stimme nachzuah⸗ men. Ermüdet von unſerer Komödie hören wir endlich auf; Agathe gibt mir ein Zeichen, das ich verſtehe; ich verlaſſe das Kabinet, verſchließe die Thüre deſſelben und trete ſachte in Raimunds Zim⸗ mer, der zitternd und von Angſt faſt gelähmt vor einem Beeſſteak mit Kartoffeln ſitzt.
Ehe ich auf ihn zugehe, verſchließe ich vorher die Thüre und lege einen Finger an meinen Mund; wir ſehen wie zwei Verſchwörer aus. Diesmal ſpricht Raimund ſo leiſe, daß ich Mühe habe, ihn zu verſtehen.
„Er iſt da„ ſage ich, nach meinem Kabinette zeigend.—„O, ich weiß es wohl ich habe ihn gehört.. Aber, wie iſt es zugegangen?— Wir glaubten, er ſei fort, und öffneten unſere Thüre; da ſtand er auf der Lauerz er ſah Agathe und trat ein; dann erfolgte eine ſchreckliche Scene, weil er glaubt, ſie ſei mit Ihnen hieher gekommen; denn auf mich iſt er nicht eiferſüchtig.— O, ich weiß nur allzuwohl, daß er es auf mich iſt; ich habe ſo eben geſehen, daß er meinen Worten keinen Glau⸗ ben ſchenkt. er hatte Zweifel... vielleicht ſah er uns über den Boulevard gehen.— Dies wäre leicht möglichz aber wie unvorſichtig Sie doch ſind!
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