Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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86 Indeß möchte ich wohl wiſſen, was aus Gerville geworden iſt; ich glaube, er wartete arglos auf einen ſeiner Freunde.— St! man ſteigt die Treppe herauf. Raimund öffnet die Thüre; wir wollen hören Gerville ſpricht.“

Wir lehnen uns an unſere Thüre, welche wir ganz ſachte ein wenig öffnen, und vernehmen fol⸗ gendes Zwiegeſpräch:„Ah! Nachbar Raimund!— Idr Diener.— Wie gehts?— Nicht übel.— Wie! Sie ſpeiſen allein in einem Kabinet?— Ja, ich habe dringende Geſchäfte und möchte nicht gerne geſtört werden.— Ich will Sie in dieſem Falle nicht geniren; ich erwarte Jemand, der mir auf dieſem Boulevard ein Rendez⸗vvus zugeſagt. Guten Appetit, Herr Nachbar!— Ihr Diener.“

Gerville ſchließt die Thüre von Raimunds Ka⸗ binette und tritt, an unſerem Zimmer vorüber⸗ gehend, in ein anderes.

„Nun, Fräulein,“ ſage ich zu Agathe,„welchem von dieſen beiden Herren geben Sie den Vorzug? — O es ſällt mir ein herrlicher Gedanke ein!— Gewiß wieder eine Thorheit.— O es wird einzig ſein. Hilf mir, lieber Eugen, ich bitte Dich.“

um mir eine nähere Erklärung zu geben, geht Agathe mit großen Schritten im Zimmer auf und ab, ſtößt die Stühle hin und her, wirft einige um und ruft unter dieſem Lärmen von Zeit zu Zeit: „Mein lieber Freund, ſei nicht böſe; ich verſichere Dir, daß Du Unrecht haſt ich ſchwöre Dir, daß ich Raimund nicht geſehen habe!... daß ich ihn