Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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falſche Naſe und wenigſtens vierzehn Tage lang eine Brille zu tragen.“

Mein Rachbar, der wohl merkt, daß ich ihn verſpotte, nimmt ſein Licht und ſteigt, ohne mir etwas zu erwidern, die Treppe hinauf. Als wir auf unſerem Boden ſind, wünſche ich ihm lächelnd gute Nacht und trete allein in mein Zimmer, wo ich ziemlich ruhig ſchlafe: die Nächte folgen zwar aufeinander, gleichen ſich aber nicht. Dies ſagen alle Frauen vierzehn Tage nach der Hochzeit.

Drittes Kapitel. Widerwärtigkeiten.

Beim Erwachen iſt die Erinnerung an meine

beiden Mädchen mein erſter Gedanke. Ich kann

nicht ſagen, welche, ob Nicette vder Caroline zuerſt vor meine Einbildungskraft tritt: ich weiß, daß mir alle zwei gefallen; aber Nicette iſt ſittſam, ſie will tugendhaft bleiben, ich habe es bis jetzt gut mit ihr gemeint und will alſo meine Handlungs⸗

weiſe nicht beflecken. Ich will ihr Freund ſein,

wäre es auch nur, um mit einem Frauenzimmer ein neues Gefühl kennen zu lernen.

Mamſell Caroline beurtheile ich anders, ich halte ſie für keine Novize mehr; ihr Verhältniß zu Mon⸗

ſieur Jules iſt mir klar: ſie ſucht einen Mann, liebt

aber dieſen armen Burſchen nicht; wenn ſie ihn