Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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hörte, kommt mit dem Lichte herbei, und wir ſehen Raimund, deſſen Hoſen vom Gürtel bis ans Knie zerriſſen ſind und der vor Mattigkeit ganz erſchöpft im Hofe liegt, um wieder Athem zu holen.

„Ach, mein Gott, was iſt geſchehen, Herr Rai⸗ mund?“ rief Madame Dupont;„Sie befinden ſich ja in einem erbärmlichen Zuſtande!— Wie, Sie find's?“ ſagte ich;„und warum haben Sie Tivoli verlaſſen, ohne mein Signal abzuwarten?— Ja, ich wartete lange auf Ihr Signal!— Sie hatten eben keine Geduld.— Ich war eine Stunde in einem Winkel, als ich Leute hörte, welche die Runde machten; meiner Treu, da wurde mir bange und ich faßte den Entſchluß, über die Mauer zu ſteigen. Aber in der Haſt kletterte ich über zer⸗ brochene Gläſer; da zerriß meine Hoſe und auch den Rückgrat habe ich mir verwundet. In der Rue Montblanc ward ich von Betrunkenen inſultirt, ich glaube, ſie wollten mich gar beſtehlen; nach Hülfe rufend rettete ich mich nun, Gott ſei Dank, hie⸗ her; aber ich werde noch lange an Tivoli denken!...“

„Mein Herr,“ ſagte Madame Dupont,„man wird Ihren Rücken mit eau de boule waſchen müſ⸗ ſen.— Ja, das werde ich morgen früh thun„ — Sie haben aber doch Ihre Silhouetten noch?“ fragte ich.—„Ich glaube, daß ich beim Herab⸗ ſteigen von der Mauer einige verloren pabe.— Zum Teufel auch! deſto ſchlimmer, dies wird gegen Sie zeugen; mit Ihrem Porträt wird man Sie leicht entdecken; ich rathe Ihnen deßhalb, eine