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einen tiefen Seufzer aus. Arme Ricette, galt dieſer Seufzer mir? Wenn dies der Fall iſt, ſo beklage ich, denn ich verdiene in der That nicht, von einer gefühlvollen und treuen Seele geliebt zu werden, und doch verlange ich, daß man mich an⸗ bete, daß man mir treu ſei; wie reimt ſich das zuſammen?
„Wohlan, meine liebe Rieette, erzählen Sie mir Alles, was Sie ſeit geſtern gethan haben.— Wird es Sie aber nicht langweilen, mein Herr?— Nein, gewiß nicht; an dem, was Sie betrifft, nehme ich immer Antheil.— Ah, mein Herr, wenn Sie nun zuerſt bin ich zu meiner Mutter ge⸗ gangen, denn es iſt doch meine Mutter, obwohl fie mich vor die Thüre geſetzt hat, und ich bin ihr ſtets Achtung ſchuldig.— Da haben Sie ſchön ge⸗ handelt; welcher Empfang wurde Ihnen bei Madame Jerome?— Ein ſehr ſchlimmer, mein Herr, ein ſehr ſchlimmer. Sie fragte mich nicht bloß, wo ich übernachtet habe, ſondern machte mir abermals den Vorſchlag, Beauviſage zu heirathen, dann wolle ſie mir meine nichtsnutzigen Streiche, wie ſie ſagte, verzeihen. Habe ich denn nichtsnutzige Streiche bei Ihnen begangen, mein Heer?— Nein, gewiß nicht; und nachher?— Run, ich habe von dieſer Heirath nichts wiſſen wollen, und es bringt mich auch Niemand herum. Dann hat ſie mich wieder geſchlagen, und diesmal waren Sie nicht zugegen, um es zu verhindern.“
Ich kann mich nicht enthalten, über Ricettens Paul de Kock. Xon. 2


