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nachzuahmen, das heißt ſich nicht verführen zu laſſen.
Träumend gelange ich nach Hauſe. Der Weg hat mir ſehr kurz geſchienen. Allerdings iſt die Witternng köſtlich; der Mond leuchtet eben ſo klar als geſtern, doch beſchäftige ich mich heute Abend nicht mit dem Firmamente. Schon will ich klopfen, als eine Perſon, die auf der Steinbank neben dem Hofthore ſaß, raſch aufſteht und auf mich zukommt.
„Ah! Sie find's, Herr Dorſan.„ich erwartete Sie
Ich erkannte meine kleine Blumenhändlerin, welche der Anblick Carolinens faſt aus meiner Erinnerung verdrängte. Ricette indeß hat mich nicht vergeſ⸗ ſen ſie erwartete mich auf der Straße und es iſt beinahe ſchon Mitternacht!
„Seit wann ſind Sie da, Ricette?— Seit neun Uhr, mein Herr.— Warum haben Sie ſo lange gewartet? — Ach, mein Herr, nehmen Sie mir's nicht übel, aber ich wollte Ihnen noch einmal danken und Jh⸗ nen auch ſagen, wozu ich das Geld verwendet hahe. — Meine liebe Freundin, dies wäre nicht nöthig geweſen; denn ich bin überzeugt, daß Ihr Betra⸗ gen ſtets tadellos iſt.— Mein Herr, macht es Ihnen Verdruß, daß ich auf Sie gewartet habe?. Ich will gehen. 6
Der Ton ihrer Stimme ſagt mir, daß ſie wei⸗ nen will. Habe ich etwa barſch mit ihr geredet? Sie will ſich mit ſchwerem Herzen entfernen. ich ergreife ihre Hand und halte ſie zurück. ſie ſtößt „


