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mich für einen Dieb hielte?— Seien Sie unbe⸗ ſorgt; ich habe einen Plan. Kommen Sie nur.“
Wir ſchlagen die dunkelſten Pfade ein. Raimund folgt mir zitternd; ich führe ihn nach der an die Rue Clichh ſtoßenden Mauer und heiße ihn dort hinter einer Hagenbuchenhecke auf den Boden ſitzen.
„Bleiben Sie hier; ich will hinausgehen und mich in der Rue Clichy vor dieſer Mauer aufſtel⸗ len. Wenn dann der günſtige Augenblick kommt,
wo Sie ohne Gefahr herunterſteigen können, ſo
gebe ich Ihnen ein Zeichen.— Welches Zeichen? — Ich klatſche zweimal in die Hand.— Gut. dieſe Mauer iſt ein wenig hoch. aber doch beſ⸗ ſer als todtgeſchlagen werden.. ich habe keine andere Wahl.— Adieu! ich wünſche Ihnen Geduld; machen Sie kein Geräuſch, rühren Sie ſich nicht, und geben Sie genau auf das Signal Acht— O, gewiß könnten Sie mir nicht Ihren Hut leihen?— Unmöglich, ich finge morgen ein Duett. — Dann will ich mein Sacktuch um den Kopf bin⸗
—
den.— Sie werden wohl daran thun.— Wenn
man Sie am Thore fragt, ſo ſagen Sie, ich ſei hinausgegangen.— Das verſteht ſich.— Laſſen Sie mich nicht zu lange warten— Sie dürfen ſich nicht eher zeigen, als bis es überall leer iſt.—
Mein lieber Dorſan! wie ſehr verpflichten Sie mich!
— Adieu, ich werde über Ihnen wachen.“
Lachend über die Lage und Feigheit Raimunds
gehe ich hinweg und erreiche noch zu rechter Zeit
die Gartenthüre; denn man wollte bereits ſchließen⸗


