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Ich entferne mich ebenfalls und komme in die Rivoliſtraße. Auf meine Uhr blickend finde ich, daß es erſt neun Uhr iſt und ich habe es nie geliebt, früh⸗ zeitig zu Bette zu gehen, beſonders wenn ich Unter⸗ haltung ſinde. Da nun die Laternenſcene mich in eine heitere Stimmung verſetzt hat, ſo will ich dieſe nicht ſobald wieder verfliegen laſſen.
Doch, was ſoll ich jetzt thun? Zu Paris, wird man ſagen, gibt es tauſend Mittel, ſich zu amüſiren; ja, aber was das wirkliche Vergnügen betrifft, ſo varf man keine zu großen Erwartungen davon hegen. Wenn Ihr bei einer großen Reunion ſechs liebens⸗ würdigen Perſonen begegnet, ſo werdet ihr immer zwanzig treffen, die Euch langweilen; in kleiner Ge⸗ ſellſchaft können Eure Freunde gerade aus irgend einem Grunde mißmuthig geſtimmt ſein; die Damen können Migraine oder Vapeurs haben, und man erlebt oft höchſt langweilige Augenblicke da, wo man ſich viele Unterhaltung verſprach. Das Klügſte iſt alſo, auf gar Nichts zu rechnen.
Aber ich erinnere mich, daß im Tivoli heute ein großer Ball gehalten wird. Es iſt neun Uhr, alſo ſchnell ein Cabriolet und ich werde gerade zum Glanzpunkte der Soiree eintreffen.


