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Viertes Kapitel. Mein Nachbar Raimund.
Fünf Minuten lang rede ich mit Nicette keine Splbe, denn Madame Jerome's Ohrfeige hat mei⸗ nen Eifer für ihre Tochter beträchtlich abgekühlt. Ich kann nicht umhin, über die Erlebniſſe dieſes Abends nachzudenken, und glaube feſt, daß eine Fü⸗ gung des Schickſals mich alle meine Verführungs⸗ verſuche theuer büßen läßt.
Weil ich einer jungen Arbeiterin nachſtrich, die ich nicht einmal mit der Fingerſpitze zu berühren wagte, ſo wurde ich in der Rue des Roſiers von einem gewiſſen übelriechenden Regen überſtrömt; weil ich bei einer Kokette, die mir ungemein zärt⸗ liche Blicke zuſchleuderte, den Galanten und Liebens⸗ würdigen ſpielte, fand ich einen vermaledeiten Kut⸗ ſcher, der mich in ein von dem meinigen weit entferntes Viertel hauderte; endlich, weil ich ein Blumenmädchen in Schutz nehmen und das arme Kind mit ſeiner Mutter wieder ausſöhnen wollte, trug ich die derbſte Ohrfeige davon! Dieſes letztere Ereigniß ſcheint mir eine große Ungerechtigkeit der Vorſehung, denn es war doch offenbar eine edle Handlung, Ricette zu ihrer Mutter zurückzuführen. Nun ſage mir noch Jemand, eine Wohlthat bleibe niemals unbelohnt!
Meine brennende Wange jedoch kühlte ſich all⸗


