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„Sie ſchläft ſehr feſt,“ ſagte ich zu der Kleinen.
„O nein, mein Herr, ſie will mir nur nicht aufmachen.“
„Mordelement! ich will ſie ſchon zum Reden brin⸗ gen!“
Ich klopfe von Neuem. Wir hören ein Geränſch, dann Tritte und eine heiſere Stimme fragt:
„Wer klopft um dieſe Zeit?“
„Ich, Mutter.“
„Ah, Du liederliches Menſch! Glaubſt Du, ich werde Dir mitten in der Nacht öffnen, nachdem durch Deine Schuld Schlägereien vorgefallen und ein ganzes Stadtviertein Allarm verſetzt worden iſt! Pack' Dich und komme mir nicht mehr unter die Augen.“
„Mutter, öffnen Sie mir doch, ich bitte; meine Schweſter hat Sie angelogen.“
„Nein, nein, ich weiß Alles; Du biſt eine ſtarr⸗ köpfige Dirne willſt keine Wurſthänvlerin werden! Geh', ſtreiche durch die Straßen; wir wollen ſehen, ob Du alle Tage Würſte bekommſt.“
Nicette weinte. Nun hielt ich es für den ſchic⸗ lichen Zeitpunkt, ſelbſt in's Mittel zu treten. „Madame,“ rief ich zur Thüre hinein mit einer Stimme, welche imponiren ſollte,„Ihre Tochter iſt unſchuldig, Sie brauchen ſie nicht zu ſchmähen, und wenn Sie ihr nicht öffnen, ſo ſind Sie ſelbſt für alle dummen Streiche, welche das Mädchen etwa begeht, verantwortlich.“
Ich warte nun auf Antwort, erhalte aber keine;


