Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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„Da, mein Herr,“ ſagt ſie,„dieſes Haus, zu⸗ nächſt an dem Thorwege.“

„Gut; wir wollen näher treten.“

„Ach! noch einen Augenblick., laſſen Sie mich ein wenig Athem ſchöpfen.“

„Wozu dieſe Furcht; bin ich nicht da?“

„Ach! meine Mutter wird Sie vielleicht übel empfangen.“

„Wir wollen ihr ſchon Vernunft beibringen.“

„Dieß wird ſchwer halten.“

„Ihre Schweſtek verdient eher Tadel als Sie.“

„Ja, aber meine Schweſter liebt man und ich werde gehaßt.“

„Doch wir ſind nicht hierher gekommen, um kei⸗ nen Verſuch zu machen.“

„Sie haben recht, mein Herr; alſo friſch ge⸗ wagt!“

Wir ſtehen jetzt vor dem Laden der Madame Jerome; Nicette hat mir geſagt, ſo heiße ihre Mutter. Alles iſt verſchloſſen und verriegelt; es herrſcht die tiefſte Stille; man demerkt innen kein Licht.

„Schläft Ihre Mutter in dem Laden?“

„Ja, mein Herr; im Hintergrunde deſſelben.“

„Man muß klopfen.“

„Ach, wenn meine Schweſter nicht heimgelom⸗ men wäre!“

„Klopfen wir immerhin.“

Ich klopfe, denn Ricette hatte nicht den Muth dazu; es erfolgt aber keine Antwort.