Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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ich ſchon längſt dieſer armen Kleinen meine Dienſte angeboten. Ich würde den Galanten, den Liebens⸗ würdigen ſpielen; ich würde alles Mögliche thun, um Gehör zu finden; ich würde die Erlaubniß, ihr den Arm bieten zu dürfen, als eine Gunſt betrachten, und jetzt ſollte mich dieſe geringe Kleidung grauſam, gefühllos finden! Ich ſollte einem lieblichen Mäd⸗ chen, das mich mit thränenden Augen anfleht, einen leichten Dienſt verweigern? Wahrhaftig, das wäre nicht ſchön. Ich ſtrich einer Griſette und einer vor⸗ nehmen Dame nach, die vielleicht Beide zuſammen dieſem armen Kinde nicht gleichkommen. Ich habe den Abend mit Thorheiten vergeudet, nun kann ich doch wohl eine Stunde auf eine gute Handlung ver⸗ wenden. Nun, ich führe die Blumenhändlerin nach Hauſe, damit baſta!

Sie ſeben, meine lieben Leſer, daß ich manchmal ein guter Kerl bin; allerdings gefiel mir das Mädchen auch nicht wenig. Alle Frauenzimmer gefallen Dir, werden Sie ſagen. Ja, meine lieben Leſerinnen, alle, die hübſch ſind, und ich wette, Sie ſind es ebenfalls.

Jetzt nähere ich mich wieder meinem ſchönen Flüchtlinge. Sie ſaß an einem Eckſteine, hielt einen Zipfel ihrer Schürze vor die Augen und ſchluchzte.

„Mademoiſelle!“

„Mein.. mein Herr!“

„Wie heißen Sie?“

„Ni. i. cette, mein Herr.“

„Gut, meine kleine Nicette; tröſten S ſich,

Paul de Kock. R01.