Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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daß ich eine Händlerin vor mir habe, deren Bude bei den Charniers des Innocents ſteht.

Will doch wenigſtens ſehen, ob ſie hübſch iſt.. Sapperment und wie! Ihre Augen, obwohl voll von Thränen, haben einen ehrlichen Ausdruck, der ſie recht intereſſant macht; ihr kleiner, verzogener Mund, ihr betrübtes, weinerliches Geſicht werden durch ein Lä⸗ cheln⸗ welches mir gilt, etwas angenehmer, und die⸗ ſes Lächeln, das einer Kokette nicht ſo reizend ſtünde, zeigt mir eine Reihe ſchneeweißer Zähne, die noch kein Pulver eines Quackſalbers verdorben hat.

Trotz der Schönheit meiner neuen Bekanntſchaft aber zauderte ich doch nicht wenig, ob ich ihren Arm, den ſie um den meinigen ſchlang, behalten ſollte. Gewiß verkauft man mit einem ſo hübſchen Geſicht⸗ chen weder Fiſche noch Fleiſch, ſondern das Mädchen iſt eine Blumenhändlerin; aber ich möchte meine Ge⸗ liebte nicht unter den Blumenhändlerinnen ſuchen. Höchſtens könnte man, wenn die Gelegenheit ſich vie⸗ tet, ſich ein Späßchen erlauben; dieſen Abend jedoch habe ich kein Glück und will nichts mehr verſuchen. Alſo hinweg von dem Mädchen!

So ſanft als möglich mache ich mich von ihrem Arme los, nehme eine ſehr kalte Miene an und ſage zu der Jungfer:

„Es thut mir äußerſt leid, daß ich Ihnen nicht willfahren kann, aber ich kenne Sie nicht. Der Streit des Herrn Beauviſage mit Finemouche geht mich Nichts an. Ihre Schweſter hat ſich davon ge⸗ macht, thun Sie daſſelbe. Mag Ihre Mutter denken,