Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

ſtand mich gerade in melancholiſche Betrachtungen verſenkt hatte), und ein junger Mann mit einer ſtarken Doſis Empfindlichkeit kann nicht leben, ohne Etwas für's Herz zu habenz alſo raſch vorwärts!

Kaum auf dem Boulevard angekommen, geht es der Chauſſee zu. Gut! denke ich, man nimmt allem Anſchein nach einen Wagen; ich werde dann ſchon hören, was man zum Kutſcher ſagt und auf dieſe Weiſe ohne viele Mühe die Adreſſe erfahren.

Aber ich täuſchte mich in meinen Vermuthungen. Man wendet ſich gegen einen niedlichen Vis-ä-viss; auf den RufAndre erſcheint ein Bedienter, öff⸗ net den Schlag und läßt die Herrſchaft einſteigen.

Dieß kitzelte meine Eigenliebe noch mehr; eine Frau, die Equipage hat, dachte ich, einer ſolchen Eroberung zu lieb darf man ſich ſchon einige Mühe geben.. alſo friſch dem Gefährt nach! Doch nicht zu Fuß, das wäre zu ermüdend. Es ginge noch an, wenn ſie in einem Fiaker führe... aber bürgerliche Pferde.. dieß würde mir einen Catarrh zuziehen. Ah! ich ſehe ein Cabriolet.. ſchnell es in Beſchlag genommen, denn der Wagen der Dame fährt ab.

He, Kutſcher!

Eingeſtiegen, mein Herr.

Da bin ich. p

Wohin geht's, Herr?

Jolge dieſem Gefährt gerade vor uns und Du ſollſt ein gutes Trinkgeld erhalten.

*Eine ſchmale Kutſche mit zwei einander gegenüber be⸗ findlichen Sitzen.