Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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Ah! der Hund!... Ah! der Schurke! rief mein Nachbar jedesmal, ſo oft der Tyrann erſchien,er wird bald ſeinen Lohn ſinden. Ich blickte meinen Nachbar an und ſchloß aus ſeiner Haltung und ſei⸗ nen Händen, daß er ein Lohgerber ſein müſſe. Seine Augen glänzten lebhafter als die des Schauſpielers, der den Verräther machte und gegen den er ſich jeden Augenblick ereiferte. Vor mir im Pourtour bemerkte ich eine Wäſcherin, die bei der Erzählung des Un⸗ glücks der Prinzeſſin laut ſchluchzte, und einen jungen Burſchen, der ſich unter der Bank verſteckte, um den Kampf nicht zu ſehen.

Wie köſtlich ſich dieſe Leute da unterhalten, dachte ich; ſie ſind nicht abgeſtumpft für den Genuß des Schauſpiels. Mit Leib und Seele bei der Handlung, verlieren ſie kein Wort und denken acht Tage lang an das, was ſie heute Abend geſehen haben. Jetzt zur erſten Galerie; dort herrſcht ein beſſerer Ton, aber auch lange Weile.

Durch eine Oeffnung erblicke ich eine ſehr anzie⸗ hende Geſtalt. Ich gebe der Aufſchließerin ein Trink⸗ geld und trete in die Loge, feſt entſchloſſen, mich für die bei Jungfer Caroline verlorene Zeit zu entſchädigen.

Die Dame, welche mir von Ferne reizend vorge⸗ kommen war, iſt dieß in der Nähe weniger. Doch kann man ſie paſſiren laſſen, denn ſie beſitzt wenig⸗ ſtens ein gefälliges Aeußere, Eleganz und hübſche Haltung. Sie iſt noch jung, und wie ich bereits merke, eine große Kokette, ſo daß die Ankunft eines jungen Mannes in ihrer Loge ſie einen ſtören wird.