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Die junge Arbeiterin hatte die Mappe wieder unter den Arm genommen und ging ihres Weges fort; ich begleitete ſie ziemlich lange, ohne etwas zu ſprechen. In galanten Unterhaltungen bin ich immer ſchüchtern geweſen; glücklicher Weiſe jedoch gibt ſich Alles von ſelbſt, ſobald eine ſolche nur erſt im Gange iſt.
Von Zeit zu Zeit wagte ich indeß einige Worte. „Mademoiſelle geht ſehr ſchnell... wollten Sie nicht meinen Arm annehmen?... Ich wäre glücklich, ihr Cavalier ſein zu können!... Dürfte ich Sie nicht wieder ſehen?... Beſuchen Sie oft das Theater 2... Ich will Ihnen Billete ſchicken... geben Sie Acht, Sie gleiten aus.“ Auf ſolche und ähnliche Phraſen, wie man ſie bei nächtlichen Abenteuern im Munde führt, erhielt ich ſtets die Antwort:
„Ja, mein Herr; nein, mein Herr; ich bitte, laſ⸗ ſen Sie mich, mein Herr; Sie verlieren zu viel Zeit... begleiten Sie mich nicht.“
Manchmal wurde mir auch gar keine Antwort zu Theil, ſondern man machte eine ungeduldige Bewe⸗ gung und ging auf die andere Seite des Boulevards. Ich folgte eben dahin und verſuchte es nach kurzem Stillſchweigen mit einer neuen Phraſe, wobei ich in meine Stimme den zärtlichſten und verliebteſten Ausdruck legte.
Bald merkte ich, daß ich auf größere Schwierig⸗ keiten geſtoßen war, als ich anfangs glaubte. Ich mochte das Mädchen noch ſo weit begleiten, ich mochte noch ſo verliebt ſprechen, noch ſo zärtlich blicken—


