Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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aus langer Weile verirrt hatte, und blickte die Per⸗ 7 ſon mit der lieblichen Stimme an. Es war ein Mädchen von ſechszehn bis ſiebenzehn Jahren. Aus ihrem unter dem Kinn gebundenen Häubchen, ihrem Zitzkleide und ihrer beſcheidenen Schürze ſchloß ich, es ſei eine junge Arbeiterin, die ſo eben ihr Tagewerk beendigt und nun nach Hauſe gehe. Das Dirnchen hatte übrigens meiner Treu ein recht hübſches Ausſehen: lebhafte, ſchelmiſche Augen, ein niedliches Näschen, ſchneeweiße Zähne, ſchwarze Haare, feine Geſichtszüge und eine anmuthige Hal⸗ tung lauter Dinge, die ich nicht im Monde ſah. Unter dem Arme hielt das Mädchen eine Mappe, an die ich, ohne meinen Willen, angeſtoßen war; ſie befeſtigte nun das Band wieder, welches dieſelbe zu⸗ ſammenhielt, und ſchien ſehr beſorgt, der Inhalt ihrer Mappe möchte durch meine Ungeſchicklichkeit Schaden gelitten haben. In aller Eile brachte ich deßhalb meine Eutſchul⸗ digung vor: Auf Ehre, Mademoiſelle, es thut mir unendlich leid. warum bin ich doch ſo linkiſch geweſen! Freilich, mein Herr, wenn Sie vor ſich geblickt 3 hätten, ſo wäre es nicht geſchehen. Ich habe Ihnen doch nicht wehe gethan? O nein! und wenn meine Blumen zerknittert ſind, ſo kann ich ſie zu Hauſe wieder ausbeſſern. Aha, eine Blumenmacherin, dachte ich; nun, dieſe Jungfern ſind gewöhnlich nicht ſpröde, vielleicht läßt ſich auch mit dieſer ein Verhäliniß anknüpfen.