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der Kranken, als ich es bin. Kaum liege ich in meinem Bette, ſo ſchreckt mich Adolphinens Bild aus dem erſten Schlafe auf. Gleich darauf wird laut an die Hausthüre geklopft. Eine geheime Ahnung ſagt mir, daß es mir gelte. Ich ſtehe auf, kleide mich eiligſt an und öffne die Thüre. Ach, ich habe mich nicht getäuſcht. Lucilie ſteht vor mir, in Thränen gebadet.
„Kommen Sie geſchwind!“ ruft ſie mir zu.„Die junge Marquiſin iſt von einem hitzigen Nervenfieber befallen. In ihren lichten Augenblicken verlangt ſie nach Ihnen; ſie will Sie ſehen, mit Ihnen ſprechen!“
Ich folge Lucilie; ſchweigend gehen wir neben einander. Endlich ſind wir vor dem Hauſe.
„Und der Arzt?“ frage ich.
„Iſt oben bei der Frau Gräfin, die in Verzweif⸗ lung iſt über den Zuſtand ihrer Tochter.“
Ich trete in das Krankenzimmer. Sie ſieht mich nicht; ſie liegt in den Armen ihrer Mutter. Das Fieber hat eben ſeinen Höhepunkt erreicht. Wir treten an ſie heran, ſprechen zu ihr; ſie nennt meinen Namen, aber ſie erkennt mich nicht. Auch Nanettens Name kommt über ihre Lippen; zugleich macht ſie eine Bewegung mit der Hand, als wolle ſie Etwas von ſich abwehren. Dann drückt ſie die Hand an die Bruſt und ruft in wahrhaft herzzerreißendem Tone:
„Er iſt da immer da ich kann ihn nicht fortkriegen von da! Aber er liebt mich nicht mehr... er kann mich nicht mehr lieben...
Hierauf fällt ſie in einen tiefen Schlaf, woraus


