Teil eines Werkes 
5. Th. (1846)
Entstehung
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zu Hülfe, nimmt ſie in ihre Arme und ruft ſie laut bei Namen, während Lucilie und ich Alles thun, um ſie in's Leben zurückzurufen. Aber unſere Anſtrengungen ſind umſonſt; ihre Augen bleiben geſchloſſen. Mit Blitzes ſchnelle eile ich zum Arzte und hole ihn herbei. Endlich gelingt es ihm, ſie aus ihrer Ohnmacht zu wecken. Sie öffnet die Augen, ſieht erſt mich, dann die Mutter an und ruft mit ſchwacher Stimme:

Fürchtet Euch nicht, es iſt von keiner Bedeutung.

Nachdem wir ſie in's Bett getragen haben, ent⸗ ferne ich mich mit dem Arzte. Auf meine Frage nach dem Zuſtande Adolphinens gibt er mir die wenig tröſtliche Antwort, daß die Urſache der Krankheit ein tiefgewurzeltes Seelenleiden ſei, woran alle An⸗ ſtrengungen der Kunſt ſcheitern müſſen. Ach, ich fürchte, ich errathe die geheime Urſache dieſes Seelen⸗ leidens!

Als Nanette von dem beunruhigenden Zuſtande Adolphinens hört, erbietet ſie ſich zu allen möglichen Hülfeleiſtungen: ſie will bei ihr wachen, ſie pflegen. Aber ich glaube nicht, daß die Gegenwart Nanettens wohlthuend auf die Kranke einwirkt.

Abends ſpreche ich bei der Frau Gräfin vor.

Adolphine iſt ruhig, ſagt Lucilie.Madame weicht nicht von der Seite ihrer Tochter.

Von dort aus gehe ich zum Arzte und bitte ihn, der Kranken alle mögliche Sorgfalt zu ſchenken.

Ich will thun, was in meinen Kräften ſteht, ſagt er kopfſchüttelnd;aber es wird Richts helfen. Nanette iſt faſt eben ſo unruhig über den Zuſtand

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