Teil eines Werkes 
5. Th. (1846)
Entstehung
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Neue. Ich arbeite eifriger denn je zuvor, und meine Anſtrengungen werden mit dem ſchönſten Erfolge ge⸗ krönt. Denn eines Morgens tritt ganz unerwartet der reiche Kunflkenner, der meine erſten beiden Ge⸗ mälde mir abkaufte, in's Zimmer und erkundigt ſich nach meiner neueſten Arbeit. Ich zeige ſie ihm und ernte dafür ſeinen vollen Beifall. Das Ende iſt, daß er ſie mir für eine bedeutende Summe ab⸗ kauft. Man denke ſich meinen Jubel! Jetzt muß Nanette verſprechen, ſie mag wollen oder nicht, daß ſie das nächtliche Arbeiten aufſteckt. Wie gerne ſchenkte ich ihr ein kleines Geſchmeide; aber ſie will durchaus nichts annehmen, erinnert mich dagegen an meine Pflicht gegen meine Wohlthäter.

Seit dem letzten Téte-à-Téte mit Adolphine iſt ſie eben ſo ſchweigſam wie zuvor. Wenn ich komme, lächelt ſie und ſcheint erfreut über meine Gegenwart, aber gleich darauffälltſie in ihre alte Schwermuth zurück.

Nach Verfluß einiger Zeit gehe ich wieder zu den beiden Damen, ohne den ſchönen Erfolg meiner jüngſten Kunſtbeſtrebung zu melden.

Wir waren recht beſorgt Deinetwegen, ſagt die Fran Gräfin;wir fürchteten, Du ſeieſt krank, drum hab' ich Lueilie zu Dir geſchickt.

Wie dankbar ich auch bin für den neuen Beweis ihrer Theilnahme, ſo iſt mir doch nicht recht damit gedient, denn ich fürchte, daß Lucilie auf dieſe Weiſe meine Heirath erfährt und ſie ausplaudert. Ich ſuche meine Unruhe zu verftecken und will mich eben empfehlen, als Lucilie raſch in's Zimmer tritt.

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