Teil eines Werkes 
5. Th. (1846)
Entstehung
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Ich ſetze mich neben ſie. Nach einigen Erkundi⸗ gungen hinſichtlich ihres und ihrer Mutter Befinden ſtockt das Geſpräch. Ich weiß nicht, was ich ihr ſagen ſoll; die Flut von Erinnerungen, die auf mich ein⸗ ſtürmt, läßt mich nicht zur Beſinnung kommen. Adol⸗ phine iſt eben ſo ſtumm. Wir ſitzen da wie zwei Ver⸗ brecher, die ſich vor dem Bekenntniß ihrer Thaten ſcheuen, oder wie zwei Liebende, die mit einander grollen, und doch ſind wir weder das Eine noch das Andere.

Ich ſehe fortwährend nieder, doch höre ich, wie ſie ſeufzt. Offenbar leidet ſie. Es iſt mir, als werde ich von ihr angeſteckt, denn ich fühle mich unendlich beklommen. Endlich bricht ſie das Schweigen und ſagt mit zitternder Stimme:

Wir haben uns lange nicht ohne Zeugen geſehen und geſprochen, Andreas. Ich möchte wiſſen..

Sie kann nicht weiter. Mit geſpannteſter Erwar⸗ tung horche ich auf.

Was Sie von mir gedacht haben, Andreas, fährt ſie nach einer Pauſe zitternd fort,als Sie meine Heirath mit Herrn von Therigny erfuh⸗ ren?

Ich dachte, Madame, daß dieſe en Ihrer Familie zuſage und daß. Nichts. ihr im Wege ſtehe.

Auch, daß ich glücklich werden könne?

Ja, Madame.

Sie ſchweigt. Habe ich ihr wehe gethan? Ich ſehe ſie an. O Himmel, die Thränen rinnen über