Teil eines Werkes 
5. Th. (1846)
Entstehung
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Elend meiner Wohlthäterin auf kurze Zeit zu ſteuern, denn das an der Hochzeit erſparte Geld ſoll der Frau Gräfin zu gute kommen. Nun, Peter, zürnſt Du noch?“

„Gewiß nicht, Bruder, Du haſt recht gehandelt,“ entgegnet Peter, tief ſeufzend,„aber ich hätte zu gern getanzt!“

Mit Tagesanbruch gehe ich zu Vater Bernhard. Sie ſind ſchon aufz die Freude hat ſie die ganze RNacht nicht ſchlafen laſſen. Mit wonneverklärtem

Antlitz kommt mir Nanette entgegen, doch erſchrickt

ſie, als ſie meine Unruhe ſieht. Statt zu ſprechen reiche ich ihr Luciliens Brief hin.

Das gute Kind! Während ſie liest, malt ſich auf ihrem Geſichte die herzlichſte Theilnahme an dem Unglücke meiner Wohlthäterin. Kaum iſt ſie mit Leſen fertig, ſo eilt ſie auf mich zu und ruft:

„Mein Freund: keine Hochzeit, kein Eſſen und keinen Ball! Was ſind alle dieſe Freuden gegen die Freuden des Bewußtſeins, Deiner Wohlthäterin ge⸗ holfen zu haben!“

„O, Du gute Nanette, ich dachte wie Du ſelbſt und habe ſchon demgemäß gehandelt, und doch wagte ich kaum, Dir die Nachricht zu bringen.“

„Du wagteſt es nicht? Weißt Du nicht, daß ich will, was Du willſt? Mein höchſtes Glück iſt Deine Hand, Deine Liebe, mehr will und brauche ich nicht. Aber nicht wahr, unſere Hochzeit wird nicht aufge⸗ ſchoben?“

„Gewiß nicht: noch heute wirſt Du mein⸗ Aber