Teil eines Werkes 
5. Th. (1846)
Entstehung
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Unſere Freude iſt ſtill⸗innig. Nanette und ich ſpre⸗ chen wenig; um ſo mehr ſagen ſich unſere Blicke, die ſchon im Vorgenuß der Seligkeit ſchwelgen. Na⸗ türlich haben wir an andere Dinge zu denken als an Tanz.

So vergeht der Abend. Beim Abſchiede wieder⸗ holen wir uns mehrmals das Wort:„Auf Mor⸗ gen!“ In dieſem einen Worte iſt Alles enthalten: Glück, Liebe, Zukunft. Erſt von Morgen an datirt unſer Daſein.

Ich nehme Peter mit mir, denn er ſoll die Nacht vei mir ſchlafen. Bei der Rückkunft überreicht mir der Portier einen Brief von Luciliens Hand. Ich eröffne ihn zitternd und leſe Folgendes:

„Lieber Andreas, Ihr Herz wird brechen, wenn Sie von dem neuen Unglück meiner beiden Herrinnen hören. Aber an wen könnte ich mich wenden, wenn nicht an Sie, den einzigen Freund, der ihnen ge⸗ vieben iſt? Ich weiß nicht, wo mir der Kopf ſteht, Andreas: verzeihen Sie d'rum den Mangel an Zu⸗ ſammenhang, der ſich überall zeigen wird. Dank Ihrer Unterſtützung, Andreas, ging es den Damen veſſer als bloß erträglich gut. In dem Glauben, daß Herr von Bherigny der Geber ſei, lebten ſie der Hoffnung, daß er ſein Unrecht bereuen und ſie nie verlaſſen werde. Vor drei Tagen erſchien plötzlich Herr von Therigny bei den Damen, in einem Zu⸗ ſtande, der nichts Gutes erwarten ließ. Er war er⸗ ſtaunt, ſie in ſolcher Gemächlichkeit zu finden. Schon wollte er ſie ausfragen, als ſie ihm dankten für die