Teil eines Werkes 
5. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

Iſt das Cabinet nicht nach Wunſch?

Närrchen, ich will Kleider, Hoſen, Röcke, Weſten und Du ſchickſt mich in ein..

Wetter! Du fragteſt ja nach dem Cabinet.

Aber nicht nach ſolchem.. Kleider will ich, Kleider.

So ſo! dann geh' nur in Andreas Kammer, da haſt Du große Auswahl.

Endlich! Warum haſt Du das nicht gleich geſagt?

Roſſignol geht in die ihm bezeichnete Kammer, öffnet die Commoden und Wandſchränke und bleibt bewundernd vor einer ſo wohl verſehenen Garderobe ſtehen. Gleich geht er an ſeine Toilectte und da er von Umſtänden nichts weiß, ſucht er ſich das ſchönſte

Hemd, die feinſten Strümpfe und die neueſten Klei⸗

der aus. Dann läuft er vor den Spiegel und macht, obgleich im Frack und kurzen Hoſen, allerhand antik⸗ claſſiſche Stellungen.

Saerebleu, ruft er,wie ſchön bin ich! Schade, daß ich das erſt im fünfundvierzigſten Jahre werde. Gleichviel, ich will die verlorene Zeit nachholen!

In ſeiner Trunkenheit öffnet Roſſignol die Fen⸗ ſter, die auf die Straße gehen, wirft ſeine ganze alte Verlaſſenſchaft Stück für Stück zum S hin⸗ aus und ſingt dabei:

So lebt denn wohl, Gefährten meiner Jugend,

Vir ſcheiden, um nie wieder uns zu ſehn! So: fort mit euch; Adieu Pantalon! Adieu Frack! Adieu Hemd! et cetera ihr habt mir treulich