19
ſchließt Peter den Keller zu, dann klettern ſie die Treppen hinauf.
Bald kommt Madame Roch nebſt Kellner mit drei Schüſſeln zurück, die ſymmetriſch mit dem Wein auf den Tiſch geſtellt werden: das Alles unter man⸗ chen verliebten Tändeleien Roſſignols mit der vier⸗ undvierzigjährigen Madame Roch. Nachdem das Frühſtück angerichtet iſt, empfiehlt ſich Madame Roch unter tiefen Bücklingen und der ergebenſten Bitte, ſie nicht zu ſchonen, wenn die Herren was bedürf⸗ ten. Peter ſetzt ſich an den Liſch und ihm gegen⸗ über ſein Freund Loiſeau.
„Mach' Dir's bequem,“ ſagt Peter,„und zieh' den mächtigen Karrik aus, Du mußt därin erſticken.“
„Nicht doch, Freund: ich habe Huſten und Schnu⸗ pfen und fürchte die Blähungen, und dann iſt das Möbel da ein liebes Erbſtück von einem Onkel, der ewig auf dem Meere herum fuhr.“
„Ich ſehe übrigens nichts Schönes daran; mein Gott, und er iſt mit Leder gefüttert, ha hal“
„So will ihn der Matroſe haben. In ſolchem Karrik trotzt er Sturm und Wetter.“
„So ſo! Dein Onkel war Matroſe?“
„Ein famöſer Kerl, ſag' ich Dir: drei neue Welten hat er entdeckt, und er hätte noch ein halb Schock neue Welten mehr gefunden, aber ein Hay verſchlang ihn.“
„Großer Gott, ein Hay?“
„Wie ich die Ehre habe zu melden. Deine Ge⸗
ſundheit!“


