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„Seit Andreas fort iſt, habe ich keinen Bedien⸗ ten. Jür's Erſte wage ich kaum, mich von Andern bedienen zu laſſen...
„Du haſt recht, Peter: alle Domeſtiken ſind ein wahres Diebsgeſindel; man bedient ſich lieber ſelbft. Höre, Peter, bei mir kannſt Du Sparſamkeit ler⸗ nenz ich will Dir einige ökonomiſche Grundſätze bei⸗ bringen. Nümmer eins: wir eſſen beim Traiteur; das iſt wohlfeiler und luſtiger. Niemals eine Küche im Hauſe; pfui, das ſtinkt! Will man extra diniren oder dejeuniren oder ſoupiren, ſo ſchickt man zum erſten Reſtaurateur, das iſt geſünder. Zweiter Grund⸗ ſatz: wir dulden keine Magd, keine Haushälterin im Hauſe. Das Weibervolk ſteckt ſeine Naſe in Alles und iſt geſchwätzig wie die Elſtern. Was zu beſor⸗ gen iſt, beſorgt der Stiefelwichſer.“
„Wie ſparſam der Roſſignol geworden iſt!“
„Nur Geduld, Peier, ich bin noch nicht fertig. Das iſt das Schlafzimmer von Andreas, nicht wahr?“
„Ach ja! Es ſteht jetzt leer und verwaist.“
„So will ich's für mich nehmen, Peter. Ich zahle den Miethzins auf und Stunde. Dritte
Erſparniß!“
„Immer beſſer! Gedenkſt Du ſo fortzufahren⸗ dann werde ich immer reicher ſtatt ärmer.“ „Laß nur mich ſorgen, Peter. Die Kaſſe bitte ich mir aus; die will ich führen. Und was gedenkſt Du mit der Wohnung zu machen? Eine ſolche Woh⸗
nung für eine einzige Perſon wäre Unſinn.“ „Ich warte nur auf Andreas.“


