Teil eines Werkes 
5. Th. (1846)
Entstehung
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ſellſchaft ſeine Traurigkeit faſt ganz vergeſſen hat. In gänzlicher Ermanglung aller Welt⸗ und Men⸗ ſchenkenntniß beurtheilt er Alles, was er ſieht und hört, nur nach dem äußern Anſchein. Weil Roſſig⸗ nol ſich ſeinen Freund auf Tod und Leben nennt, glaubt er ſteif und feſt an die Freundſchaft. Um des aufrichtigen Geſtändniſſes ſeiner alten Fehler wegen, denkt Peter bei ſich, muß ich ihm verzeihen, ſo gut wie Herr Dermilly und Andreas ihm verziehen ha⸗ ben würden.

Daos ſchöne Modell wird nicht müde, die ſchönen Zimmer und die ſchönen Gegenſtände in denſelben zu bewundern; bisher kannte er bloß Küche und Ate⸗ lier. Er bleibt vor mehreren Gemälden ſtehen undruft:

Siehſt Du den Römer da? das bin ich! und den Griechen da? das bin wieder ich!

Aber ſie ſehen Dir nicht gleich.

Nicht von Geſicht, Freund, aber dem Leibe nach. Ich ſchmeichle mir, daß mein Torſo wunder⸗ bar getroffen iſt.

Und auf der Seite iſt die Küche.

O, die kenne ich recht gut, Peter; meinen Weg zum Atelier nahm ich immer durch die Küche. A pro- pos, lebt die alte Thereſe noch?

Was für'ne Thereſe?

Die Köchin meines Patrons.

Die iſt lange todt.

Du haſt recht gethan, zu ſterben, Thereſe: Du konnteſt nicht einmal'ne gute Suppe kochen.

Paul de Kock. LXXRXVII. 2