42 —„Ganz natürlich, Peter.“
„Erſt der Kummer, die Sorge um Andreas..“
„Gewiß. Und dann die Einſamkeit, Niemand um Dich zu haben, mit dem Du ſchwatzen und la⸗
chen kannſt! Peter, Du weißt, ich bin Dein Freund; ich will Dir noch mehr werden, will Bruderſtelle an Dir vertreten; von heute an, von Stunde an
wohne ich bei Dir und verlaſſe Dich nicht mehr.“ „Der gute Loiſeau... wollte ſagen Roſſignol.“ „Nenne mich wie Du willſt.“
„Wie oft wünſchte ich Dich herbei; ich wußte im
Voraus, bei Dir würde ich mich nicht langweilen.“ „Dich langweilen? Bei mir? Du ſollſt keine
Zeit dazu haben, das verſpreche ich Dir. Wir la⸗
chen, trinken, ſingen, ſcherzen und tanzen von Mor⸗ gen bis zum Abend und vom Abend bis zum Morgen. Der Vogelfänger bin ich ja, ſtets luſtig, heiſa, hopſaſa! Bei mir ſollſt Du lernen Dein Leben genießen.“
„Meiner Seel', das möchte ich; aber wenn ich denke, daß der arme Andreas...“
„Still, ſtill! wir denken nicht immer an Andreas.
Jeden Morgen vor Aufſtehen weihen wir dem An⸗
denken des guten Bruders einige zärtliche Thränen
und dann geht's an's Jubiliren. Aber, Sapperment, Du wohnſt hier wie der Großſultan in ſeinem Serail⸗ meiner Seel'! Ueberall Canapee's und Bergeres!“ „Bah, was iſt das gegen die andern Zimmer? Komm', ich will ſie Dir zeigen.“ Roſſignol folgt Peter, der in ſo heiterer Ge⸗


