teuer begeiſtert hatte. Lange Zeit traute er ſich nicht, Peter zu beſuchen, aus Furcht vor mir, bis er eines Tags zufällig hört, daß Herr Dermilly geſtorben, Peter der alleinige Beſitzer einer ſchönen Wohnung, und Andreas, ſein Bruder, ſeit einiger Zeit ſpurlos verſchwunden ſei.
Schon iſt er auf der Treppe meines Hauſes, als er von ungefähr ſeine Kleider muſtert. Der Rock hat nur noch zwei Knöpfe, die Hoſe iſt am Knie aufgeriſſen und an den Waden geplatzt.„Vielleicht hat Peter Domeſtiken,“ denkt er bei ſich,„und das kann ſie mißtrauiſch machen.“ Roſſignol iſt nie in Verlegenheit. Schnell kehrt er um, trifft auf dem nächſten Haltplatze der Hauderer einen befreundeten Kutſcher, mit dem er ſich dreimal herumgeprügelt und viermal ausgeſöhnt hat, klopft ihn auf die Schulter und ſpricht:
„Leihe mir Deinen Karrik, Franz: auf zwei Stunden.“
„Meinen Karrik? Biſt Du von Sinnen?“
„Ich habe ihn dringend nöthig. Nur auf zwei Stunden; ich bring' ihn wieder.“
„Wie kann ich, Roſſignol? Ich habe nichts als die Weſte darunter.“
„Mehr brauchſt Du nicht im heißen Monat Juni.“
„Thor! wie kann ich in Hemdärmeln herum⸗ haudern?“
„Um ſo mehr gleichſt Du dem jungen Phaston, Freund.“
„Geh' mir mit Deinem Phaston.“


