Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Ihr irrt Euch, Herr. Ich ſuche Andreas, weil wir um ihn beſorgt ſind; wir wiſſen nicht, wo er ſein kann. Da fiel mir ein, er könne geſtern Abend hier im Schloſſe geweſen ſein.

Es iſt nicht wahrſcheinlich, daß Euer Andreas mit zur Hochzeit geladen wurde.

Zu welcher Hochzeit, Herr?

Zur Hochzeit von Fräulein Adolphine von Fran⸗ conard und ihrem Couſin, dem Marquis von Therignp. Fräulein Adolphine hat ſich verheirathet?

Ja, geſtern. Kömmt Euch das lächerlich vor, Mamſell 2

Adolphine verheirathet! O, wenn er das er⸗ fahren hätte!

Was fehlt Euch denn, Mamſellchen? Eben lach⸗ tet Ihr und jetzt weint Ihr?

Ach, Herr, ich fürchte, daß Andreas

Aber halt, ich erinnere mich, daß geſtern Nacht zwiſchen zehn und eilf Uhr ein Herr mich fragte, was es hier im Hotel gebe.

O, das wird er geweſen ſein!

Ja, ja, Ihr habt recht: er war's, ich entſinne mich auf ſein Geſicht.

Und was that er weiter?

Meiner Seel', das weiß ich nicht. Ehe ich mich umſah, war er wieder verſchwunden hinter den Wa⸗ gen, die im Hofe dicht gedrängt ſtanden.

O, mein armer Andreas! Was mag er gethan haben in der Verzweiflung? Wohin iſt er gegangen? O, ich Arme!*