Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Herr, redet ihn endlich Nanette an, dem Lo⸗ genfenſter ſich nähernd, wo das mürriſche Geſicht des Portiers hervorguckt,ich möchte wiſſen, ob Sie Andreas geſehen haben geſtern Abend.

Welchen Andreas? Ich kenne keinen Andreas.

Sie müſſen ihn kennen, Herr.. den artigen jungen Herrn, der acht Jahre in dieſem Hotel ge⸗ wohnt hat.

Sie meinen den Savvparden

Ja, Herr, denſelben.

Morbleu, der iſt ſchon ein ganzes Jahr nicht mehr hier. der Teufel ſoll Sie holen, daß Sie um ſieben Uhr Morgens ſchon das ganze Hotel in Allarm bringen! Glauben Sie, wir ſind hier in einer Wein⸗ kneipe? Machen Sie, daß Sie fortkommen, und ſchließen Sie die Thüre zu.

Nanette ſchweigt; endlich weint und ſchluchzt ſie. Der Portier, der ſchon den Kopf zurückgezogen hat, ſteckt ihn nochmals durch's Fenſter und faßt das junge Mädchen an, das kaum zwanzig Jahre zählt, wohl⸗ geſtaltet, friſch und hübſch iſt. Die Thränen, die ihr aus den ſchönen Augen fallen, machen ſie noch intereſſanter. Auch die Portiers ſind für weibliche Reize nicht unempfänglich; die großen ſchwarzen Au⸗ gen Nanettens nehmen ihm alle Müdigkeit und er fragt in ſanfterem Tone:

Was weint Ihr, Mädchen? Iſt Euer Andreas Euch untreu geworden? Und doch ſeid Ihr recht artig, meiner Seel'! Aber die junge Welt kennt den Werth eines ſchönen Schatzes nicht.