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man ihn ſeinem Schickſale überlaſſen hätte! Lebe wohl, Bruder, lebe wohl!“
Ich umarme Peter, ohne ihn zu wecken, ſchließe leiſe die Thüre ſeiner Kammer, verlaſſe das Haus und irre mitten in der Nacht, ohne Ziel, ohne Plan,
in den Straßen umher, der Laſt meines Herzeleides erliegend.
Sechstes Kapitel.
Verſchiedene Arten Liebe.
Peter, der mich den Abend zuvor nicht geſehen hat, ſucht mich am andern Morgen in meiner Kam⸗ mer und findet mich nicht. Beunruhigt über mein Ausbleiben erkundigt er ſich bei der Thürhüterin — ſeit unſerer Reiſe nach Savoyen hatte ich meinen Diener entlaſſen— und hört, daß ich ſpät nach Haus gekommen und gleich wieder ausgegangen ſei. Dann eilt er zu Vater Bernhard, in der Hoffnung, mich dort zu treffen.
Bernhard und Nanette theilen Peters Unruhe.
„Andreas hat uns geſtern Abend um zehn Uhr ruhiger als gewöhnlich verlaſſen,“ ſagt Bernhard.
„Wo mag er ſich denn herumtreiben?“ fragt Pe⸗ ter.„Er iſt gegen Mitternacht heimgekommen und ſogleich wieder fortgegangen.“
„Wartet nur, wartet, ruft Nanette und holt Tuch
und Hut.„Ich kann mir denken, wo er ißt. Ich muß


