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mich's verſehe, bin ich mitten unter den Kuiſchern und Bedienten.
„Das geht luſtig her,“ ſagt der Eine.
„Kein Wunder,“ antwortet ein Anderer,„die Neuvermählte iſt jung und ſchön!“
Die Neuvermählte! Es überläuft mich eiskalt. Von welcher reden ſie? wer iſt die Neuvermählte? Ich nähere mich der Loge des Portiers und frage ihn mit verſtellter Stimme, ob Ball im Hotel ſei?
„Ball, Herr? Warum nicht gar! Fräulein Adol⸗ phine von Franconard feiert ihre Hochzeit mit ihrem Couſin, dem jungen Marquis von Therigny.“
Ein eiskalter Schauer überläuft mich; mein Kopf ſchwindelt. Es iſt mir, als ziehe mich ein unſichtbarer Arm auf die Steinbank in der Nähe nieder, ſonſt wäre ich umgefallen. So bleibe ich über eine Stunde ſitzen wie ein Beſinnungsloſer, bis der Schall der Inſtrumente und das laute Gewoge in den Sälen oben mich endlich aus dem Starrſchlafe wecken.
Ich ſtehe auf und eile meiner Wohnung zu. Dort angekommen, nehme ich etwas Geld aus meinem Sekretär zu mir und ſchreibe einige Zeilen nieder für meinen Bruder, worin ich ihm mein geſammtes Eigenthum zur Verfügung ſtelle. Mein Weg führt mich durch Peters Kammer. Wie ſo friedlich er da liegt in den Armen des Schlafes!
„Schlafe fort, Bruder, ſchlafe ſanft!“ rufe ich flüſternd.„Sei glücklicher als ich, tröſte unſere Mut⸗ ter, unſere Freunde. Denket recht oft an den armen Andreas! Wie glücklich wäre er jetzt mit Euch, wenn


