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„Dennoch bin ich überzeugt, Andreas, daß ſie im Grunde ihres Herzens Sie noch immer liebt; ſie wird Ihnen bald verziehen haben.“
„Nie, Lucilie, nie! Aber Adolphine.. reden Sie 2“
„Fräulein Adolphine iſt ſehr betrübt. Ich glaube, ſie weint oft im Stillen. Indeß weicht ihr Coufin nicht von ihrer Seite und ſucht ſie auf jede mögliche Weiſe zu erheitern.“
„Genug, Lucilie, genug! Ich danke Ihnen.“
„Nur Muth, Andreas. Wer verzagt in ſeinem zwanzigſten Jahre? In dieſem Alter vergißt man leicht.“
„Am ſchwerſten, Lucilie, am ſchwerſten, glauben Sie mir.“
„Aber ein ſchmucker Herr wie Sie, der darf und ſoll nicht verzagen, das ſag' ich, verſtanden? Jetzt Adieu, Andreas, ich komme recht bald 6 ſo oft ich kann.“
Mitten in die Nacht meines Kummers faut noch immer ein Hoffnungsſtrahl, ausgehend von jener Un⸗ terredung, die von ſo unſeligen Folgen begleitet war.
„Adolphine weiß, daß ich ſie liebe,“ ſage ich mir, „und das Geſtändniß meiner Liebe hat ſie nicht erzürnt.“
Endlich bin ich ſo weit hergeſtellt, daß ich aus⸗ gehen darf; doch fliehe ich das Hotel. Nanekte iſt wieder bei ihrem Vater, ſeit ich die Krankheit über⸗ ſtanden habe. Wir ſind oft zuſammen ausgegangen Arm in Arm. In ihrer Nähe iſt mir ſo wohl; ſie weiß ſich in mich zu finden und läßt mich ungeſtört
meinen Gedanken nachhängen, während Peter⸗ ſo


