Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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fünfzehn Tagen darf ich wieder etwas aufſtehen, doch bin ich noch ſo ſchwach, daß ich mich auf Nanettens Arm ftützen muß. Das läßt ſie ſich nicht nehmen, die Gute! Während meiner Krankheit habe ich nicht anders vom Hotel geſprochen, als bloß um mich nach dem Befinden des Marquis zu erkundigen, der, wie ich höre, ſchon lange vollſtändig geheilt iſt. Adol⸗ phinens Name iſt nicht über meine Lippen gekommen. So oft Nanette mich nachdenklich und träumeriſch ſieht, unterhält ſie mich von den heimathlichen Ber⸗ gen und der guten Mutter, und das Mittel gelingt ihr eine Zeit lang. Endlich aber kann ich meinen Schmerz nicht mehr verbergen und Luciliens Name entſchlüpft mir.

Iſt ſie nicht einmal da geweſen? frage ich. Hat Niemand im Hotelſich nach mirerkundigen laſſen?

Nanette ſieht weg und antwortet mit ſchluchzen⸗ der Stimme:

Ich glaubte, Du wollteſt die Perſonen im Hotel ganz vergeſſen, Andreas; deßhalb verſchwieg ich Dir, daß Mamſell Lucilie da geweſen iſt.

Lucilie iſt da geweſen? Was hat ſie geſagt, Nanette? ſprich!

Du denkſt alſo immer noch an die Dinge, die

Dich krank machten?

Nein, Nanette, nein! Aber ich will wiſſen, ob die Frau Gräfin noch böſe iſt auf mich. Der Ver⸗ luſt ihrer Freundſchaft würde mich ewig betrüben, Nanette.

Ich fürchte, Andreas, Du denkſt nicht bloß allein