Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Er lebt! Dieſe Nachricht kräftigt mich mehr als alle Medicin. Lächelnd ſehe ich Nanette an. Gleich darauf eilt Peter hocherfreut an mein Bett, nimmt meine Hand, die ich kaum heben kann, und ſchlägt ein, daß es laut klatſcht.

Mein Gott, Peter, was machen Sie? ſagt Nanette, ihn ſanft zurückſtoßend.Wer ſchlägt einen Kranken ſo in die Hand!

Das macht Nichts, Nanette; im Gegentheil, das heilt ihn. Der gute Andreas! wie freue ich mich, daß er gerettet iſt! Meiner Seel', Bruder, Du haſt der armen Nanette mehr zu danken als der Kunſt Deiner Aerzte: ſie iſt nicht von Deinem Bette ge⸗ wichen, achtzehn Tage lang, ohne ein Auge zuzuthun!

Schweigt, Peter, Ihr Bruder bedarf der Ruhe.

Nein, er muß wiſſen, daß Sie keinen Biſſen Brod aßen und Nichts thaten als weinen und. beten... meiner Seel', keinen Mund voll Brod zu eſſen, den ganzen Tag lang, das halte Einer aus!

Ich kann ihr nicht antworten, aber ich reiche ihr die Hand, die ſie in der ihrigen drückt. Ihre Augen ſtrahlen vor Wonne, ſie ſcheint wie neugeboren. Auch Vater Bernhard kann nicht laut genug ſeine Freude über meine Geneſung ausdrücken. Ob ſie wohl im Hotel von meiner Krankheit gehört haben? ob wohl Adolphine ſich nach meinem Befinden hat erkundigen laſſen? Plötzlich fällt mir ein, daß mir der Zutritt in's Hotel auf immer unterſagt iſt. Ach, der Ge⸗ danke wirft mich in die alte Verzweiflung zurück! Ich erhole mich nur ſehr langſam. Erſt nach