Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Ihnen zu Ihrem Andreas: ich fand ihn eben auf den Knieen vor Ihrer Tochter.

Auf den Knieen vor meiner Tochter? wieder⸗ holt die Gräfin.Großer Gott! was haben Sie zu erwiedern, Andreas?

Ich ſehe beſchämt nieder, keines Wortes mächtig.

Der Kerl auf den Knieen vor meiner Couſine! ruft der Marquis.Wart' ich will den Elenden züchtigen!

Damit reißt er dem Graien den Stock aus der Hand und will mich ſchlagen: das bringt mich zur Beſinnung. Ehe noch die Gräfin dem Marguis ein Halt zurufen kann, reiße ich ihm den Stock aus der Hand, zerbreche ihn über's Knie und werfe ihm die Splitter vor die Füße.

Der Marquis zittert vor Wuth, Adolphine erhebt flehend die Arme, der Graf wirft ſich im Seſſel hin und her, bald roth, bald blau vor Aerger, Lucilie winkt mir zu fliehen und die Gräfin tritt gebieteriſch zwiſchen mich und den Marquis.

Verlaſſen Sie uns, mein Herr, ſagt meine Wohlthäterin in einem Tone, der mir durch Mark und Bein geht,und zeigen Sie ſich nie wieder im Hotel. Ich hätte nimmer gedacht, daß Sie uns Anlaß geben würden zu ſolchen Widerwärtig⸗ keiten.

Ich bin wie vernichtet und wage nicht, die Augen aufzuſchlagen. Als ich aus dem Zimmer fort will, faßt mich der Marquis am Arm und ſagt: 30 hoffe, wir ſehen uns wieder.