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„Was ſoll ich in Paris? Darf ich ja Sie nicht mehr ſehen! Man ſagt, Sie heirathen.“
„Ich heirathe? Wer ſagt Ihnen das, Andreas?“
„Ihr Herr Couſin macht Ihnen beſtändig den Hof, Fräulein Adolphine, und das iſt natürlich: er liebt ſie. Wer kann Sie ſehen, ohne Sie zu lieben und gewiß lieben Sie auch ihn.“
Sie antwortet Nichts, aber ſieht mich ſo zärtlich an, daß ich es wage, ihre Hand in die meinige zu nehmen und ſie zu drücken.
„Ich wünſche Nichts inniger als Ihr Glück, Fräu. lein. Adolphine,“ ſtotterte ich nothdürftig. „Aber ich habe nicht den Muth⸗ Zeuge deſſelben zu ſein. ach, Niemand wird mich beklagen⸗ und doch iſt Schmerz und Kummer von jetzt an mein Theil!“
Andreas, warum das? Warum ſo unglücklich?“
„Weil ich im Stillen leiden muß, Fräulein, und doch würde ich weniger unglücklich von Ihnen ſchei⸗ den, wenn ich wüßte, daß Sie mir einige Theilnahme ſchenken.. daß Sie mir meine Liebe zu. Ihnen verzeihen.“
„Ihnen verzeihen? Iſt Ihre Liebe zu mir ein Verbrechen? Sind wir nicht zuſammen erzogen? Waren Sie nicht der Geſpiele meiner frohen Kinder⸗ derjahre? Auch ich liebe Sie, Andreas und finde nichts Böſes darin!“
„Sie lieben mich, Fräulein Adolphine? mich?
O, dann iſt mein Glück ohne Grenzen. Dieß Eine
Wort heilt alle meine Leiden, dieſer Eine Augenblick ſtärkt mich für ein Jahrtauſend von Schmerzen!“


