Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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„Ich danke für Alles, Lucilie.“

„Man muß immer eſſen, wenn man verliebt iſt, Andreas. Sie dürfen nicht glauben, intereſſanter zu werden, weil Sie Nichts eſſen; das iſt ein thö⸗ richter Glaube das, mein Herr!“

Alles Weigern hilſt Nichts. Während ſie das Frühſtück in Bereitſchaft ſetzt, treib' ich ſie ein über's andere Mal, zu Adolphinen hinunter zu gehen. End⸗ lich geht ſie.. Gott, welche Antwort mag ſie zurück⸗ bringen? Wird ſie einwilligen? Und was ſage ich ihr dann? Schon iſt eine tödtliche halbe Stunde verfloſſen und noch keine Nachricht. Endlich kommt Lucilie.

„Das hat lange gedauert!“ rufe ich ihr zu.

„Man findet nicht gleich Gelegenheit zu einem Töte-à-Téte mit dem Fräulein.“

„Und was hat ſie geſagt?“

„Erſt war Madame bei dem Fräulein. Als ſie fortging, habe ich ihr gemeldet, daß Sie zurückge⸗ kehrt ſeien, worüber ſie höchſt erfreut ſchien.“

„Erfreut? wirklich, Lucilie?“

„Ja, Herr, ja. als ich ihr aber ſagte, daß ſie auf meinem Zimmer ſeien und ſie nur einen Augen⸗ blick zu ſehen wünſchten, da fragte ſie, warum Sie nicht herunterkämen und in Gegenwart von Madame mit ihr ſprächen? Ich wußte Richts zu antworten... ſagte, Sie müßten gewiß ein Geheimniß haben. Sie wurde roth und ſagte dann, ſie wolle im klei⸗ nen Saal arbeiten, was ſo viel heißt als ſie wil⸗ lige in Ihre Bitte.“