Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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reden nur einen Augenblick! weiter will ich Nichts. Was antworten Sie darauf, Lucilie?“

„Ich will thun, was ich thun kann. hören Sie: morgen, während des Frühſtücks, will ich das Fräulein von Ihrem Wunſch in Kenntniß ſetzen, dann kommen Sie auf mein Zimmer und warten hier, bis ich Ihnen Nachricht bringe.“

„O, wie gut Sie ſind, Lueilie!“

„Eben ſo gut als Sie böſe. Trotz Ihrer Un⸗ treue lieb' ich Sen Sie immer lie⸗ ben; ich möchte Sie recht glücklich wiſſen.“

„Glücklich? Nie, Lucilie, nie!“

„Reden Sie nicht ſo, Andreas, das thut mir in der Seele weh. Wenn ich Gräfin wäre, ich nähme Sie gleich, auf der Stelle!“

„Adieu, Lucilie, Adieu! Auf morgen. vergeſſen Sie nicht.“

„Zählen Sie auf mich.„Adieu, Andreas!“

Ich komme nach Haus zurück. Peter ſchläft ſchon tief. Glücklicher Peter! Du haſt keine Sorgen, keine Qualen, keine Unruhe! und doch bin ich der Glück⸗ liche in den Augen der Welt. Ich habe Freunde und Beſchützer in der Welt gefunden, ſie haben mich erzogen und herangebildet, ich ſtehe jetzt unabhängig da durch die reiche Erbſchaft, während der Bruder, den das Schickſal ungeſtört ſeinen Weg gehen ließ, geblieben iſt, was er war, und nicht einmal ſeinen Namen ſchreiben kann. Dafür flieht mich der Schlaf, der den Bruder erquickt! So entſchädigt die Natur immer ihre Kinder.