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„Iſt es wahr, daß Fräulein.. Adolphine.. ihren Couſin.. heirathen ſoll?“
„Iſt's möglich?“ ruft ſie erſtaunt und läßt die Arme ſinken.„Mein Gott, wer hätte das gedacht!“
„Antworten Sie, Lucilie, ich bitte, ich beſchwöre Sie!“
„Iſt's möglich, Andreas? Sie lieben Fräulein Adol
„Still, Lucilie, wenn man uns hörte...“
„Der Arme! Ja, er liebt ſie. Alſo daher Ihre Traurigkeit? daher Ihre Bläſſe? O, ich Thörin, das hätte ich errathen können! Wo hatte ich denn meine Augen! Armer Andreas! Aber nicht wahr, An⸗ dreas, Sie behalten mich immer lieb.. etwas lieb?“
„Ja, gute Lueilie, ja, immer! Nur kein Wort davon geſagt.“
„Was denken Sie von mir, Andreas? Das Weib iſt tauſendmal verſchwiegener als der Mann, wenn ſie verſchwiegen ſein will, verſtanden?“
„Und Fräulein Adolphinens Heirath?“
„Iſt noch im weiten Felde, Andreas. Bloß der Herr Marquis und der Herr Graf ſprechen davon.“
„Genug, wenn die es wollen!“
„Die ſgnädige Frau und das gnädige Fräulein haben auch ihren Willen, Andreas. Aber geſetzt, die Heirath wäre Nichts, was dürfen Sie hoffen, An⸗ dreas?“
„Nichts, ich weiß es, Nichts!“
„Welche Thorheit alſo, die zu lieben, die man nicht bekommen kann.“


