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wir uns. Als ſie mich erblickt, ſtößt ſie einen lanten Schrei aus.
„Still, Lucilie, ich bitte Sie. Man darf nicht wiſſen, daß ich im Hotel bin.“
„Mein Goit, wie bin ich erſchrocken! Ich glaubte ihn in Savohen, und da ſteht er vor mir, leibhaftig. Willkommen, Andreas, willkommen!“
„Geh'n wir in Ihre Kammer, Lucilie, da können wir ungeſtört plaudern.“
„Gern, Andreas, recht gern... der Schreck iſt mir in alle Glieder gefahren... dießmal ſollen Sie nicht ſagen, daß ich bei dem kleinen Engländer eng⸗ liſch gelernt habe; der kleine Dummkopf hat für Nichts Sinn als für Eſſen und Trinken.“
Während Lucilie die Kerzen anzündet, werfe ich mich in ihren Armſtuhl. Als ſie auf mich zukommt und mir einen Kuß geben will, ſieht ſie meine Ver⸗ wirrung, meine Bläſſe.
„Was haben Sie denn⸗ Andreas?“ ruft ſie. „Leiden Sie?“
„Ja, Lucilie, ich leide.“
„Sind Sie ermüdet von der Reiſe?“
„Nein.“
„Iſt Ihre Mutter krank?“
„Gott ſei Dank, nein! Ich habe ſie geſund und glücklich verlaſſen.“
„Aber warum denn ſo blaß, ſo verſtört? Ich
muß es wiſſen, ich meine es gut mit Ihnen.“
Dabei ſieht ſie mich theilnehmend ängſtlich an.
Nach einer langen Pauſe ſtottere ich endlich:


